Über LEFÖ

Inhalt

Ein Vorwort

Maria Cristina Boidi, Mitbegründerin von LEFÖ
Maria Cristina Boidi, Mitbegründerin und
langjährige Koordinatorin von LEFÖ

Jede Frau hat das Recht auf ein würdevolles Leben!

  • Wir treten für die Rechte von Migrantinnen und die Verbesserung ihrer Lebenssituationen ein.
  • Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der Differenzen bereichernd und ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens in Gemeinschaft sind.
  • Unsere alltagspraktische Arbeit sehen wir im Kontext der gesamtgesellschaftlichen Realität angesiedelt und gehen hier einen Weg der gemeinsamen und vernetzten Schritte.
  • Wir richten unsere Arbeit an der Vision nach einer Gesellschaft aus, in der Marginalisierungen keinen Platz mehr haben und tragen die Utopie in uns von einer gerechteren Welt für Migrantinnen, für Frauen und für alle Menschen.

Historisches

LEFÖ - eine feministische Migrantinnenorganisation als Spiegel der Frauenmigration in Österreich

LEFÖ ist eine Organisation von und für Migrantinnen und wurde 1985 von exilierten Frauen aus Lateinamerika gegründet. Im Laufe der letzten 30 Jahre hat LEFÖ versucht, infolge der Migrationsbewegungen auf die veränderten komplexen Bedürfnisse der Migrantinnen zu reagieren. LEFÖ hat in Österreich in der Arbeit mit Migrantinnen in der Sexarbeit und mit Betroffenen von Frauenhandel Pionierarbeit geleistet. LEFÖ ist nach wie vor die einzige Organisation in Österreich, die ein so weites Spektrum an Beratung und Betreuung für Migrantinnen anbietet und sich für ihre Rechte einsetzt.

Mehr zur Geschichte (pdf, 94 KB)

Die hohe Präsenz von weiblichen Migrantinnen in Westeuropa und ihre ausbeuterische Arbeits- und Lebenssituation ist ein immer wieder unterbelichteter Aspekt, was Menschen-/Frauenrechte anbelangt und bildet die Grundlage für die Arbeit von LEFÖ.

Das Konzept von LEFÖ basiert auf Partizipation, Empowerment und Selbstorganisation von Migrantinnen.

Seit 1985 berät, betreut und begleitet der Verein LEFÖ Migrantinnen in Österreich. LEFÖ bietet Unterstützung in rechtlichen, psychosozialen und gesundheitlichen Belangen und unterstützt die reale Integration von marginalisierten Frauen, setzt sich für Chancengleichheit und Partizipationsmöglichkeiten ein.

Ziele

Der Verein LEFÖ setzt sich ein für

  • die Unterstützung und Empowerment von Migrantinnen
  • die Stärkung von Frauen im Migrationsprozess
  • die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für Migrantinnen in Österreich
  • den Schutz für Migrantinnen vor Rassismus, Gewalt, Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen
  • adäquate Beratungs- und Bildungsangebote, die den realen Lebenssituationen von Migrantinnen entsprechen
  • Information und Auseinandersetzung mit den Themen Frauenmigration, Frauenhandel und Sexarbeit
  • Sensibilisierung und Lobbying für eine politische und gesellschaftliche Entstigmatisierung von Migrantinnen

"wien-cert" für LEFÖ

LEFÖ trägt seit Dezember 2012 das Qualitätszeichen für Wiener Erwachsenen- und Weiterbildungsträgerinnen und wurde mit Dezember 2015 re-zertifiziert.

Auszeichnungen

2015

Maria Cristina Boidi, langjährige Koordinatorin und Mitbegründerin von LEFÖ, wurde am 15. Juni mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet. Mit dieser Anerkennung wurde Cristina für ihr Leben und Wirken geehrt, die durch ihr Leben und Wirken zahlreiche Frauen, Migrantinnen ermutigt und gestärkt hat, für sich selbst und für bessere Lebensbedingungen einzustehen und adäquate Rechte für Frauen und Migrantinnen einzufordern - hier und jetzt, lokal, national und global vernetzt!

2010

Als langjährige Weggefährtin von Johanna Dohnal, als Feministin sowie Vorreiterin und Expertin mit ihren frauenpolitischen Ansätzen im Bereich (Frauen)migration, Sexarbeit und Frauenhandel wurde die Koordinatorin von LEFÖ, Maria Cristina Boidi, mit der "Johanna Dohnal Anerkennung - 2010" ausgezeichnet.

2009

Für ihr Engagement im Frauen-Malatelier von LEFÖ wurde Gloria Tichy mit dem Frauenpreis der Meidlinger Grünen geehrt. Video dazu unter Lernzentrum.

2007

Im Oktober 2007 ging der WOMAN AWARD der Zeitschrift WOMAN an LEFÖ: Unter dem Motto „Die Besten unter den Besten“ wurde LEFÖ in der Kategorie Migrantinnen ausgezeichnet.

2006

Der Film „Kurz davor ist es passiert“ – unter Regie von Anja Salomonowitz – wurde mehrfach prämiert: Der Film wurde mit dem Wiener Filmpreis, dem Innovative Artistic Award, Mar des Plata 2007, dem Friedensfilmpreis der Stadt Osnabrück u.a. ausgezeichnet. Mit diesem politischen Werk über Frauenhandel wird nicht nur die Arbeit der Regisseurin, sondern auch die inhaltliche und supervisorische Arbeit von LEFÖ hervorgehoben.

2005

Im Jubiläumsjahr 2005 – LEFÖ feierte 20-jähriges Bestehen - wurde die Arbeit mit folgenden Preisen anerkannt:

  • Preis der Sozialmarie von der Unruhe Privatstiftung
  • Verleihung des Ute-Bock-Preises für Zivilcourage

2004

Der Herta Firnberg Anerkennungspreis wurde den Interventionsstellen Österreichs übergeben. Somit wurde auch die Arbeit der LEFÖ-IBF - Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels ausgezeichnet.